Unterm Hammer: Kunst erben und vererben

„Werte schätzen. Werte erhalten. Werte steigern“ ist die Devise des 2008 gegründeten Auktionshauses an der Ruhr in Mülheim, das mit innovativen Instrumenten Alte und Moderne Kunst, Schmuck & Uhren sowie Grafik, Bücher & Papierantiquitäten kauft und verkauft. Mittlerweile zu einer festen Größe im nationalen und internationalen Auktionswesen avanciert, legt das Haus Wert auf erstklassige Beratung und Fachkompetenz – unabhängig davon, ob es Unternehmen oder Privatpersonen sind, die Kunst verkaufen oder kaufen wollen.

Kunst zu erben und zu vererben oder sie als Geldanlage zu erwerben, verlangt viel Know-how. David Christian Wettmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, hat dieses. Denn der Umgang mit schönen Dingen wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Dreißig Jahre lang führte sein Vater ein erfolgreiches Auktionshaus in Essen. Wettmann, 44 Jahre alt, Kaufmann und Ausdauersportler, machte aber in Mülheim sein eigenes Ding. Wissen, Fleiß und auch ein wenig Glück ebneten dabei den Weg zum eigenen Auktionshaus. Bevor es richtig losging, bekam er die Chance, die wertvolle Kunstsammlung einer der bekanntesten Unternehmerfamilien des Ruhrgebiets verkaufen zu können, was in der Kunstszene für Aufsehen und zu einem großen Bekanntheitsgrad verhalf.

Rund 30.000 Objekte sind es mittlerweile, die in den vergangenen zwölf Jahren bei rund vier bis sechs vor-Ort-Auktionen sowie via Online-Handel unter den Hammer kamen. Eindrucksvolle 200.000 Webseitenbesucher zählt der umtriebige Kunstkenner jedes Jahr und es sollen noch mehr werden. Gemeinsam mit einem befreundeten IT-Experten arbeitet er zurzeit an einem Relaunch der Homepage. Eine innovative Internettechnologie soll das Segment Life-Auktionen und Life-Besichtigungen auf eine neue Stufe des Online-Marketings heben. Auf Englisch, Französisch und später auch Russisch werden die Interessenten dann angesprochen und selbst chinesische Bieter will man in ihrer Muttersprache informieren, was allerdings wg. der verschiedenen Dialekte und der komplexen Materie etwas kompliziert ist.

Internationale Ausrichtung
All das passt zur international ausgerichteten Unternehmensstrategie, die über einen 3-Jahres-Plan auch Aktivitäten in Frankreich und Italien beinhaltet. Unter anderem deshalb wurde er kürzlich Mitglied im Netzwerk ZENIT e.V.. Über die Einbindung an das bei ZENIT angesiedelte NRW.Europa-Team hofft er auf Vertriebspartner im Ausland. Im wahrsten Sinne des Wortes nahe liegt das derzeitige Engagement in Richtung BENELUX, aber auch die deutschen Bundesländer stehen im Fokus. Für diese sucht Wettmann zurzeit jeweils einen Repräsentanten bzw. eine Repräsentantin, um weiter zu wachsen und in der Klaviatur der Großen mitzumischen. „Das Ruhrgebiet wird häufig unterschätzt, dabei gibt es hier ein sehr großes Potenzial von Bietern und Anbietern“.

Charity
Aber nicht nur den geschäftlichen Erfolg des fünf feste und vier freie Mitarbeiter starken Unternehmens hat er im Blick. „Bei uns wird Kunst nicht nur als Ware gesehen, sondern als Kulturgut geschätzt. Das Auktionshaus an der Ruhr sieht es als Aufgabe, Kunst durch einen Weiterverkauf für zukünftige Generationen zu erhalten. Oft geht der Blick auch über den eigenen Tellerrand hinaus: „Was wir verkaufen „braucht“ eigentlich kein Mensch! Ein wenig Demut und Dankbarkeit dafür, dass wir uns mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen dürfen, schärft den Blick für das Wesentliche.“ Deshalb unterstützt er unter anderem soziale Projekte wie ein großes Kinderhilfswerk mit Aktionen, in denen jedes Mal wenn der Hammer fällt, nicht nur Verkäufer oder das eigene Haus, sondern auch Bedürftige profitieren.

Webseite des Auktionshauses