Neue Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmen durch digitale Wertpapiere

Start-ups oder Mittelständler haben häufig externen Finanzierungsbedarf, um neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Aber manchmal passt eine Idee einfach nicht zu den Vorgaben von Banken, Förderprogrammen oder klassischen Finanzierungsmethoden. Ein in Deutschland noch neues Finanzierungsinstrument stellte Dr. Dieter Kramps, Geschäftsführer der B2B Softwareschmiede cobago GmbH bei ZENIT vor. Mit der anteiligen Finanzierung seines Unternehmens durch digitale Wertpapiere hat er so gute Erfahrungen gemacht, dass er sich jetzt für die Verbreitung der Finanzierungsalternative stark macht.

Kern dieser digitalen Wertpapiere, die im juristischen Sinne  stimmrechtslose „eigenkapital-ähnliche Genussrechte “ sind, ist ein sogenannter Security Token. Der Security Token ist dabei eindeutig und dank der Blockchain-Technologie fälschungssicher. Der Geldfluss bzw. die Investition in das Unternehmen von Bank zu Bank erfolgt aber in „Euro“. Das neue Finanzierungsinstrument darf also nicht mit digitalen Währungen wie z.B. bitcoins verwechselt werden.

Es ist ein Wertpapier, das nur in digitaler Form existiert, aber genauso wie Aktien oder Pfandbriefe frei weiterverkauft werden kann. Der gesamte Prozess des Kaufens (Investieren), Gewinnausschüttungen (Rendite) oder des Weiterverkaufens (Exit-Option) ist digitalisiert. Im Vergleich zu anderen Formen des Risikokapitals (Beteiligungen, Aktien) ist das System „schlank“ und durch sehr niedrige Transaktionskosten attraktiv. Laut Kramps handelt es sich damit „um eine ideale Methode für Anleger, um kleinere Firmenanteile kostengünstig zu erwerben“. Das Ganze garantiert den Wertpapier-Investoren die gleichen Ausschüttungen wie klassischen Gesellschaftern und funktioniert ohne Notare oder juristischen Eintragungen.

Grundvoraussetzung sei natürlich, dass Unternehmen mit Finanzierungsbedarf entsprechende Anleger oder Investoren finden und überzeugen. Das können Privatpersonen, aber natürlich auch Unternehmen sein, die in andere Unternehmen investieren wollen. Wegen der momentanen Finanzmarktlage mit den sehr niedrigen Zinsen, der hohen Liquidität in den Unternehmen sowie der übergreifenden Digitalisierung, die auch neue Formen der Kooperation wie strategische Partnerschaften erzwingt, sieht Kramps für das neue Finanzierungsinstrument große Potenziale. Insbesondere für KMU oder Start-ups sei es eine Chance, sich unabhängig von Banken zu finanzieren.

Projekt für digitale Venture Capital Investments
Kramps selbst hatte 2019 eine Finanzierung für innovative Produkterweiterungen in seiner Softwareschmiede gesucht, die B2B IT-Lösungen zur einfachen Digitalisierung anbietet. Für das Handling von Angebot und Erwerb der digitalen Wertpapiere wurde ein in Deutschland ansässiger technischer Dienstleister genutzt. Das zugehörige Legal Framework wurde durch eine internationale Kanzlei nach deutschem Recht entworfen.

Für Investoren, so Kerstin Düpper vom Startplatz, sei diese Form der Beteiligung interessant, weil sie erstmals ermöglichen, dass Start-up-Anteile – ähnlich wie an der Börse – auch nach einer Kapitalerhöhung leicht übertragbar sind. Bisher seien für Investitionen und die Übertragung von Anteilen hohe Notarkosten fällig und die Prozesse langwierig, insbesondere bei den von Gründern bevorzugten Unternehmensformen GmbH und UG.

Wer sich für das innovative Finanzierungsmodell interessiert, kann sich gerne an die dr. kramps e.K. wenden.

Weitere Informationen auf der Homepage der dr.kramps e.K.

Startplatz Inkubator Köln


Kontakt:
ZENIT GmbH
Bernd Meyer
Telefon: 0208 30003-45
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