KI – Wachstumstreiber auch für KMU?

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde! Experten erwarten, dass der Markt für KI-Unternehmensanwendungen von heute 2,8 Mrd. US-Dollar bis 2025 auf über 31 Mrd. US-Dollar wächst. Die Bundesregierung schätzt die zusätzliche Wertschöpfung von KI allein im produzierenden Gewerbe in Deutschland auf rd. 32 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren. Noch ist das Thema aber nicht wirklich im Mittelstand angekommen. Dies zu ändern ist Ziel eines ZIM-Netzwerks.

Nur jedes vierte Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten steht nach einer jüngsten Studie des Digitalverbandes Bitkom der KI-Technologie „interessiert und aufgeschlossen“ gegenüber. 17 % haben sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Dabei lohnt es gerade für KMU im produzierenden Bereich, sich frühzeitig mit dem Thema KI auseinanderzusetzen. „Die praktische Relevanz von KI im Betrieb ist heute vor allem in den Feldern Assistenzsysteme für Mitarbeiter, Qualitätsverbesserungen, Optimierung von Prozessen, vorausschauende Wartung von Maschinen und verbesserten Planungssystemen zu finden und das sind genau die Herausforderungen und Erfolgspotenziale von Mittelständlern“, erläutert Stefan Braun, ZENIT-Berater und Leiter des Netzwerks KI-MAP (Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in Maschinen, Anlagen und Produktion).

Darin geht es um die Identifikation konkreter Anwendungsszenarien (use cases), der Vorstellung und Anwendung relevanter KI-Technologien und Lösungen für KMU. Dazu hat ZENIT insgesamt 21 Partner – 16 KMU-Anwender und -Anbieter sowie fünf F&E-Partner, darunter die FH Südwestfalen und die RWTH Aachen – an einen Tisch gebracht.

Insbesondere den Mittelständlern geht es in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten ZIM-Netzwerk (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) um die Entwicklung neuer oder die Kombination bestehender KI-Technologien und -Produkte für den Einsatz im Maschinenbau und in der Produktion. Außerdem interessieren der Know-how-Gewinn bei der Nutzung von KI und die Entwicklung von technischen Alleinstellungsmerkmalen durch die Kombination mit Unternehmenspartnern (horizontale Vernetzung), um Wachstum und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Am Ende geht es ganz pragmatisch um höhere Umsätze in etablierten Märkten sowie erweiterte Absatzmöglichkeiten durch neue Produkte, Kunden und Märkte.

Projektseite KI-MAP


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