10 Jahre onlineunterstütztes ZENIT-Innovationsaudit: Basis für strukturierte Innovationsmanagementberatung

10 Jahre onlineunterstütztes ZENIT-Innovationsaudit: Basis für strukturierte Innovationsmanagementberatung

Die Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen gehört zu den ZENIT-Kernaufgaben. Ziel der Unterstützung ist es seit Firmengründung im Jahre1984, die Markposition der Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Das geschieht z.B. durch die Recherche geeigneter Förderprogramme bei anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, um das wirtschaftliche und technische Risiko abzufedern. Oder durch die Vermittlung eines „kompetenten Problemlösers“ aus Forschungsinstituten und Hochschulen. Jede problemorientierte Beratungsunterstützung beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Dazu entwickelte ZENIT vor zehn Jahren das Innovation Selfassessment Tool.

Das Innovationsaudit hat sich seitdem als profundes Tool etabliert, um im Vorfeld einer Beratung Kernanliegen der Unternehmen zu verstehen und daraus die richtige Unterstützungsstrategie abzuleiten. Entwickelt haben das Einstiegsinstrument Innovation Selfassessment Tool von den ZENIT-Beratern Dr. Bernhard Iking (Struktur und Inhalt) und Dr. Uwe Birk (Programmierung). Im Herbst 2011 wurde es von über 3.000 Innovationsberatern des Enterprise Europe Network (EEN), zu dem auch das NRW.Europa-Team bei ZENIT gehört, mit dem Best Practice Award ausgezeichnet. 2014 erhielt es als Beratungsinstrument von der EASME, der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der EU, eine Akkreditierung. Das ZENIT-Innovationsaudit wurde für nordrhein-westfälische KMU damit zur Eintrittskarte für das Beratungsprogramm Innovation.NRW, das ZENIT in Brüssel eingeworben hatte. Für die Unternehmen bedeutete dies 7 bis 10 kostenfreie Beratertage, mit denen wettbewerbsverbessernde Projekte durchgeführt werden konnten.
Das in Deutsch und Englisch kalibrierte Audit ist seither durchgängig im Einsatz und wird von EEN-Partnern in 21 Ländern genutzt. Insbesondere die armenischen (61 Mal) und rumänischen (74 Mal) EEN-Kollegen nutzen das ZENIT-Tool als Beratungseinstieg und als Nachweis ihrer Innovationsmanagmentberatungen gegenüber der EASME.

Was sagt ein Innovationsaudit aus?

Ein Innovationsaudit ist ein Instrument zur Messung und Analyse der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Wichtig ist es im Hinblick auf die Konkurrenzfähigkeit und mögliche Wettbewerbsvorteile. Das Selbstaudit zeigt in acht Innovationskategorien Stärken und Schwächen auf. Mit der Analyse der jeweils 5 bis 7 Kernfragen innerhalb der Kategorien ergeben sich konkrete Hinweise auf abstellbare Schwachstellen oder ausbaubare Stärken und damit zur Optimierung der eigenen Innovationsfähigkeit.

Für ZENIT ist das Selbstaudit Basis für die nachfolgende, vertiefende Analyse.

So funktioniert´s

Der Zugang zum ZENIT-Innovationsaudit ist mit der Eingabe einer E-Mailadresse und der Zustimmung zur anonymisierten Verarbeitung der eingebenen Daten denkbar einfach. Die Beantwortung der 45 Fragen in den acht Innovationskategorien funktioniert über ein Multiple-Choiceverfahren. Zu jeder Frage werden sechs Antwortmöglichkeiten bzw. die Verortung des eigenen Unternehmens vorgeschlagen. Der vereinfachte Einordnungsprozess reduziert die zu investierende Zeit auf ca. 20 Minuten. Am Ende kann sich der Teilnehmer einen pdf-Ergebnisbericht via E-Mail zusenden lassen. Darin werden der Ist-Zustand dokumentiert sowie die identifizierten Stärken und Schwächen herausgestellt und erste Hinweise zum Handlungsbedarf vorgeschlagen. Wer mag, kann danach das angebote Vertiefungsgespräch wahrnehmen.

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Anonymisierter Innovationsradar aus Ergebnisbericht


Statistischer Überblick der ZENIT-Innovationsauditnutzung zwischen 2009 und 2021

Nach den Testjahren 2009 und 2010 nahm die Nutzung des Audits stetig zu, in den Coronajahren 2020 und 2021 ging sie jedoch deutlich zurück.

Rund 750 Organisationen, Institutionen und Unternehmen machten vom Audit Gebrauch. Rund 570 davon waren vorrangig mittelständische Unternehmen.

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Das 2014 gestartete Beratungsprogramm Innovation.NRW wurde aus Horizon 2020-Mitteln der Exekutivagentur EASME und der NRW-Landesregierung kofinanziert, die Intensivberatungen dokumentiert und inhaltlich ausgewertet. In der überwiegenden Zahl der bis Ende 2021 durchgeführten 353 Innovationsmanagementberatungen war das ZENIT-Innovationsaudit Ausgangspunkt für die gemeinsame Definition von Beratungsthema und abgeleitetem Maßnahmenplan. Ca. 30 Innovationsmanagementprojekte laufen zurzeit noch.

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Die ZENIT-Unterstützung lag schwerpunktmäßig in den Bereichen Markt- und Wettbewerbs­analysen, Geschäftsmodell- und Unternehmensentwicklung, FuE-Projektkonzeptionierung nebst Finanzierungs- und Fördermittelrecherche, Kooperationspartnervermittlung bzw. dem Matching zwischen unternehmerischer Problemdefinition und wissenchaftlicher Problemlösungskompetenz. Ebenfalls gefragt war die ZENIT-Kompetenz in der Entwicklung und Schärfung von Innovations- sowie Vermarktungsstrategien.

Aktuelles Angebot

Die Innovationsmanagementberatung des NRW.Europa-Teams bei ZENIT wird es auch nach dem Start des neuen Konsortiums Anfang dieses Jahres geben. Die zentrale Rolle des Innovations-Audits als solide Basis für den Beratungseinstieg hat auch nach zehn Jahren Bestand. 

Zum Innovation Selfassessment

ZENIT/NRW.Europa-Kontakt

Dr. Bernhard Iking
Dr. Bernhard Iking Dipl.-Volksw.
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