04.07.2017 14:19

Halbzeitbilanz „Brückenbildung NRW“


Als erste europäische Region beschreitet das Land Nordrhein-Westfalen neue Wege bei der Verzahnung des EU-Fonds für regionale Entwicklung, EFRE, und dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon 2020. Finanziert durch das NRW-Wissenschaftsministerium startete 2015 das dreijährige Pilotprojekt „Brückenbildung NRW“, dessen Ziel es ist, Synergiepotenziale zwischen „Regional- und Forschungsförderung der EU“, insbesondere zwischen EFRE und Horizon 2020, aufzuzeigen. Davon profitieren sollen die nordrhein-westfälischen Innovationsakteure. Umgesetzt wird das Projekt durch die ZENIT GmbH, unterstützt durch den DLR Projektträger.

Auf einer Halbzeitbilanz-Veranstaltung am 29. Juni in Düsseldorf mit rund 90 Teilnehmern wurden jetzt die Ergebnisse der ersten Hälfte der Projektlaufzeit vorgestellt. Dazu gehören u.a. grundlegende Analysen, um zielgerichtete Prozesse zur Heranführung von NRW-Akteuren an Horizon 2020 im so genannten „upstream“ und an den EFRE-Strukturfonds im so genannten „downstream“ zu entwickeln. Aufgezeigt und diskutiert wurden auch die im Projekt entwickelten Instrumente und Unterstützungsansätze.

„Success Stories“ belegten, dass up- und downstreaming keine theoretischen Konstrukte, sondern reale Verknüpfungen von Fördermitteln aus beiden Förderwelten zur Entwicklung von neuen Technologien bzw. der Weiterentwicklung und Transfer in den regionalen Markt sind.

NRW erwartet – im Vergleich zum Budget des EFRE-Fonds bis 2020 – in den nächsten drei Jahren mehr Mittel aus Beteiligungen an Horizon 2020. Aus der Kombination der Mittel könnten NRW-Themen damit  noch stärker als in der Vergangenheit unterstützen werden. Es wird damit gerechnet, dass diese Synergien den Alltag für Fördermittelgeber,  Fördermittelnehmer und die Beratungsstellen in Zukunft stärker prägen werden. Zugleich startet das NRW-Wissenschaftsministerium einen Austausch zwischen den mit der EFRE-Vergabe betrauten Ministerien und der Leitmarkt-Agentur in NRW.

Die Resonanzen auf das Projekt sind in NRW, im gesamten Bundesgebiet und Europa sehr positiv. Nicht zuletzt die Europäische Kommission begrüßt die Aktivitäten zur Brücken¬bildung in NRW. Das Konzept der Smart-Spezialisierungsstrategien hat sich in Europa und darüber hinaus als ein wichtiger Ansatz für die Innovationspolitik im regionalen Kontext etabliert.
Das Projekt endet im September 2018.

ZENIT-Berater Dr. Bernd Janson bei der Vorstellung der Halbzeitbilanz


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