13.06.2017 11:30

Praxisfall Drittlandgeschäft


Fit fürs außereuropäische Ausland

Seit 1993 steht der Name Löbbing nicht nur im münsterländischen Reken für die Produktion von Hakenliften und landwirtschaftlichen Spezialfahrzeugen. Maschinen- und Anlagenbauteile sowie Sonderanfertigungen werden auch ins Ausland exportiert – mit Hilfe des NRW.Europa-Teams jetzt auch in Nicht-EU-Länder.

Die Löbbing GmbH fertigt Fahrzeuge von der Zeichnung bis zum Endprodukt im eigenen Haus und man ist stolz darauf, damit sehr flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingehen zu können
und die Grenze zwischen Serienproduktion und Einzelanfertigung verschwimmen zu lassen. Neben dem Fahrzeugbau und der Reparatur und Wartung von Landmaschinen ist der Metallbau ein zweites Unternehmensstandbei. Im Auftrag, nach Zeichnung und Kundenvorgaben produziert der kleine Mittelständler Maschinen- und Anlagenbauteile vom Einzelstück bis zur Reihenproduktion.

Aufgrund seiner Nischenposition exportiert Löbbing seit vielen Jahren auch ins europäische Ausland. Mit einem ersten außereuropäischen Auftrag in der Schweiz stand das Unternehmen 2016 allerdings vor neuen administrativen Herausforderungen und musste erstmalig Zollformalitäten für eine Ausfuhr in die Schweiz abwickeln.
Sehr schnell war klar, dass dies alleine kaum zu bewältigen war.

Unterstützung fand Geschäftsführer Martin Löbbing beim NRW.Europa-Team bei ZENIT. Im Rahmen einer intensiven Beratung vermittelte Karina Holtkamp als ausgewiesene Ausfuhrexpertin anschaulich und kompakt Grundkenntnisse des Zoll- bzw. Ausfuhrverfahrens (z. B. Ablauf, Dokumente, Codierungen, EORI-Nummer und Warennummern). Damit lernten die Verantwortlichen in Reken sowohl die Zollprozesse und die notwendigen Formulare als auch den damit verbundenen Aufwand kennen. Da die EU mit vielen Ländern – unter anderem der Schweiz – Präferenzabkommen geschlossen hat, die Zollvergünstigungen nach sich ziehen oder sogar zur Zollfreiheit führen können, gehörten auch die dafür wichtigen Nachweise und Dokumente zum Beratungsinhalt. So konnte Löbbing aufgrund des hinzu gewonnenen Knowhows auf attraktive
Zollvergünstigungen zurückgreifen. „Der Kunde hätte die Maschine sicherlich nicht bei uns gekauft, wenn er den vollen Zollsatz hätte zahlen müssen. Durch die Präferenzgewährung hatte er einen Wettbewerbsvorteil und wir ein lukratives Geschäft“, fasst Martin Löbbing das Geschäft zusammen.

Die GmbH blickt optimistisch in die Zukunft und will die Chancen, die sich aus Auslandsgeschäften mit Drittländern ergeben, effektiv nutzen. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass die neue Qualifikation das Unternehmen „fit für das außereuropäische Auslandsgeschäft“ gemacht hat.

„Durch die persönliche Beratung haben wir konkrete Hilfe bei der Zollabwicklung erhalten und sind sehr dankbar für die individuelle Begleitung. Es war unser erster Auftrag außerhalb der EU. Uns wurde Schritt für Schritt dargestellt, welche Quoten der Be- oder Verarbeitung (Präferenzkalkulation) wir erfüllen müssen, wie wir die
Herkunft der Vormaterialien nachweisen können und welche Dokumente wir hierzu benötigen. Ohne diese Hilfe wäre der Auftrag nicht machbar gewesen. Eine tolle Erfahrung.“
Martin Löbbing, Geschäftsführer, Löbbing GmbH, Reken


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