29.09.2015 14:33

Neues Projekt. Durch Brückenbildung Synergien zwischen EFRE und Horizont 2020 schaffen


Die im Land vorhandenen Innovationspotenziale noch besser auszuschöpfen, ist Ziel eines neuen Projektes, das ZENIT im Auftrag des NRW-Wissenschaftsministeriums von Oktober 2015 bis September 2018 umsetzen wird. Unter der Überschrift „Brückenbildung“ soll es unter anderem dafür sorgen, innovative Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft sowohl für die spezifischen Möglichkeiten des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) als auch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont 2020) zu sensibilisieren. Ziel ist die Verbesserung der Innovationsergebnisse durch die Nutzung von Synergien. Durch die Brückenbildung und die effiziente Abstimmung zwischen Horizont 2020 und den Strukturfonds sollen die Ziele des Landes nachhaltig unterstützt werden. Dazu gehören höhere Investitionen in Innovationen und deren Umsetzung in marktfähige, zukunftsweisende Produkte.

Projektziele:

  • Verbesserung der Rahmenbedingungen von regionalen und europäischen Fördersystemen, um Anreize bei Geförderten zur Nutzung von Synergien zu erhöhen
  • Intensivierung des Transfers von Ergebnissen aus der EU-Forschung als Innovationsimpulse in die regionale Wirtschaft zur Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen
  • Höhere und erfolgreichere Beteiligung von NRW-Akteuren in den Leitmarktwettbewerben und Mobilisierung zur Teilnahme an Horizont 2020, um die Bedeutung Nordrhein-Westfalens in der europäischen Spitzenforschung zu erhöhen und die Innovationskompetenzen und -kapazitäten auszubauen
  • Sensibilisierung aller Akteure für Synergiepotenziale

Rund 1,2 Milliarden Euro an EFRE-Mitteln wird NRW von der EU zwischen 2014 und 2020 für die regionale Entwicklung erhalten, im Programm Horizont 2020 rechnen Innovationsexperten mit bewilligten Fördermitteln in Höhe von 1,8 Milliarden Euro.

Nordrhein-Westfalen ist die europaweit erste Region, welche die von der EU anvisierte intelligente Verzahnung der beiden Instrumente zur Förderung von Innovations- und Internationalisierungspotenzialen im Rahmen eines Projekts umsetzen wird.

Um die Ziele zu erreichen, wurden von ZENIT begleitende Arbeitspakete entwickelt. Neben der Information von Multiplikatoren sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehören Analysen als Basis für die wesentlichen Projektschritte zur Schaffung von Synergien.

Analysen:

  • NRW-Beteiligungen in EU-Rahmenprogrammen
  • Synergien aus der EU-Forschungs- und NRW-Strukturförderung
  • Nutzungspotenziale des neuen Förderinstruments „innovationsorientierte Beschaffung“

Darüber hinaus werden alle Beteiligungen nordrhein-westfälischer Akteure in Innovations- und Strukturprogrammen analysiert. 

Im Gegensatz zu Beratungsangeboten wie sie vom NRW.Europa-Team bei ZENIT, den Nationalen Kontaktstellen, Clustern oder der Leitmarktagentur angeboten werden, liegt der Fokus im Projekt Brückenbildung auf sehr spezifischen Ansprachen selektierter Akteure.
Dazu gehören deren gezielte Information und Sensibilisierung, Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen und Hilfen in den Bereichen Technologietransfer und Vernetzung ausschließlich innerhalb der NRW-Grenzen. Die Projektarbeiten dienen dem Ausbau von Innovationskapazitäten vor allem in Unternehmen, wobei der Transfer von Wissen aus Wissenschaft und Forschung eine besondere Rolle spielt. Währen durch Upstream-Maßnahmen Innovationsakteure an Horizont 2020 herangeführt werden sollen, gilt es in den Downstream-Maßnahmen die in den EU-Projekten erzielten Ergebnisse in den Projekten der Leitmarktwettbewerbe zu nutzen.
Vor allem die Cluster als Nahtstelle zwischen Unternehmen und Förderexperten werden im Bereich der Informationsvermittlung eine zentrale Rolle im Projekt einnehmen.

Unterauftragnehmer ist der DLR Projektträger (DLR-PT). Dieser unterstützt seit dreißig Jahren seine Auftraggeber bei der Wahrnehmung organisatorischer, wissenschaftlich-technischer und verwaltungsbezogener Managementaufgaben, die mit der Umsetzung von Forschungsförderprogrammen verbunden sind. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums koordiniert der DLR-PT bereits eine länderübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema Brückenbildung.

Kontakt:
Dr. Uwe Birk
Telefon: 0208 30004-49
E-Mail senden