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"Ohne die deutsche Hilfe hätten wir das Gründerzentrum nicht aufbauen können". Positiver hätte das Lob der Vertreterin des Rathauses Timisoara (Rumänien) nicht ausfallen können. Frau Aurelia Junie sprach auf einer zweitägigen Konferenz, die ZENIT gemeinsam mit dem Gründerzentrum UBIT und der GTZ am 19. und 20. Mai 2009 in der heimlichen "Hauptstadt" Westrumäniens durchgeführt hat, über die Anfänge des Business-Inkubators im Jahre 2004.

Dieser Tage, fünf Jahre später und mit der Erfahrung von über 20 Neugründungen und 100 geschaffenen Arbeitsplätzen, wurde nicht einfach Bilanz gezogen. Vielmehr sollte mit Fachleuten aus der Großregion (Rumänien, Bulgarien, Moldau, Serbien, Montenegro) bis hin zu einer Delegation aus Algerien diskutiert werden, welche Rolle Gründerzentren im Rahmen der Wirtschaftsentwicklung in Transformationsländern spielen können.

Neben dem von ZENIT betreuten Erfolgsfall UBIT wurde zur Diskussion der Fragestellung weiteres nordrhein-westfälisches Know-how genutzt: Frank Hölscheidt, Geschäftsführer des Gründer- und Technologiezentrums Solingen stellte die Erfahrungen des GuT für die Mobilisierung des lokalen und regionalen Gründungspotenzials dar. Ein Berater der Weltbank ergänzte die Darstellungen mit Erfahrungen aus einem Netzwerk von Gründerzentren in Osteuropa und Zentralasien.

Nach Meinung der Konferenzteilnehmer sind es insbesondere die indirekten Effekte, die ein Gründerzentrum als attraktives Instrument der Wirtschaftsentwicklung erscheinen lassen. Nicht die absolute Zahl der inkubierten Firmen oder die dadurch geschaffenen Arbeitsplätze seien relevant. Vielmehr zähle beispielsweise die zunehmende Attraktivität eines Standortes für ausländisches Kapital, die oft mit dem Aufbau eines Gründerzentrum einhergeht. Allerdings, so wurde ebenfalls diskutiert, sind Gründerzentren auch nicht ohne Risiko zu betreiben. Die Gefahr des Scheiterns ließe sich am besten durch eine stabile Kooperation der wichtigsten politischen Akteure sowie durch ein Netzwerk zwischen Politik, Forschung, Industrie und unterstützende Organisationen erreichen.

Was den Fall des UBIT-Gründerzentrum anbetrifft, kann dieses Ergebnis der Konferenz nur bestätigt werden. Für Aurelia Junie, Vertretin des Rathauses im Aufsichtrat des Gründerzentrums, zählt denn auch die Kooperation zwischen den lokalen Behörden, der Polytechnischen Universität und der GTZ (ZENIT) zu den wichtigsten Erfolgsdeterminanten des Inkubators in Timisoara.