Seit Anfang 2017 ist ZENIT für die nächsten beiden Jahre deutsche EU-Kontaktstelle für die öffentliche Beschaffung von Innovationen. Eingebettet ist die Anlaufstelle in das Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung (KOINNO), das federführend vom Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik e.V. (BME) geleitet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert wird. Die ZENIT GmbH ist Unterauftragnehmer des BME und führt in diesem Projekt seine erfolgreichen Informations- und Beratungsangebote für innovative öffentliche Beschaffer fort.

Bereits seit 2012 bietet die GmbH öffentlichen Beschaffern aus NRW eine intensive Begleitung bei der Beantragung von EU-Fördermitteln für innovative Beschaffungsprojekte. Nach erfolgreicher Antragstellung können die deutschen Partner in EU-Projekten auch Unterstützungsleistungen im Projektmanagement nutzen.
Im Jahr 2009 startete die EU-Kommission Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen für drei verschiedene Förderinstrumente im Bereich der Innovativen öffentlichen Beschaffung. Dazu gehören Netzwerkprojekte (Coordination and Support Action – CSA), in denen sich Konsortien aus internationalen öffentlichen Beschaffern damit beschäftigen, welche Innovationen für ihre Bedarfe sinnvoll sein könnten. Ergänzt werden diese Projekte durch Marktrecherchen und -Konsultationen, um den Stand der Technik für innovative Produkte oder Lösungen zu erkunden. Sollte  die anvisierte Lösung oder das Produkt noch nicht am Markt verfügbar ist, kann sich daran ein Projekt der vorkommerziellen Auftragsvergabe (Pre-Commercial Procurement – PCP) anschließen. In einem PCP-Projekt schreibt das internationale Beschafferkonsortium ein dreistufiges Forschungsprojekt aus (Machbarkeitsstudie, Prototypenentwicklung und Prototypentest), durch das Unternehmen F&E-Leistungen bedarfsgerecht und nachfrageorientiert erbringen können. Das dritte Förderinstrument ist der sich daraus ergebende Einkauf von innovativen Produkten bzw. Lösungen (Public Procurement of Innovative Solutions – PPI).

Hintergrund:
Die öffentliche Beschaffung macht laut Europäischem Parlament derzeit mehr als 16 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts aus und wird damit als Innovationsmotor sowohl in der EU als auch im Bund und den Ländern immer wichtiger.

PCP (vorkommerzielle F&E-Auftragsvergabe) ebenso wie PPI (öffentliche Beschaffung von innovativen Lösungen) sind  Instrumente, mit denen die Europäische Kommission insbesondere den Bereich Forschung und Entwicklung stärken und damit die Entwicklung von technologisch innovativen Lösungen für die öffentliche Verwaltung, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen anregen möchte.


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